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Heimatkundliche und musikalische Editionen

von Berthold Büchele

Ratzenried - Eine Allgäuer Heimatgeschichte

Ein 4-bändiges Werk über ein Dorf und eine Landschaft

Dieses Werk ist keine gewöhnliche Ortschronik, sondern stellt weit über das Dorf Ratzenried hinaus Allgemeingültiges zum ländlichen Leben im Westallgäu früherer Jahrhunderte dar. Das Fachurteil bestätigt dies. Der Heimatpfleger des Bezirks Schwaben, Dr. Frei, schreibt über dieses Werk: "Die Verflechtung von örtlichen Ereignissen mit überörtlichen Zusammenhängen sollte für jedes Heimatbuch über den lokalen Stoff hinaus ein besonderes Anliegen sein. Erst damit wird die Verbindung des einzelnen Ortes mit den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen deutlich. Am besten gelingt dieser Anspruch der Heimatgeschichte von Ratzenried, die insgesamt einen stark pädagogischen Anstrich besitzt. Der Untertitel "Eine Allgäuer Heimatgeschichte" verrät bereits die Absicht des Autors, an einem Fallbeispiel Geschichte darzustellen und zu deuten." Nicht zuletzt hat auch das Kultusministerium Baden-Württemberg das Buch eine wertvolle Hilfe für den Heimatkundeunterricht und die Lehrerfortbildung bezeichnet. Und schließlich wurde der Heimatverein Ratzenried für die Herausgabe dieses Werkes beim Wettbewerb "Kommunale Bürgeraktionen" 1992 mit einem Hauptpreis ausgezeichnet.

Berthold Büchele hat mit seinem Werk einen wichtigen Beitrag für die Geschichtsforschung des Westallgäus geleistet, für ein Gebiet, das seit der willkürlichen Spaltung des Allgäus im 19. Jahrhundert zum "Niemandsland" zwischen Bayern und Württemberg geworden zu sein scheint. Dem Autor, einem gebürtigen Ratzenrieder, kam dabei der glückliche Umstand zu Hilfe, dass es wohl wenige Dörfer im Allgäu gibt, auf die sich ein so reichhaltiges Archivmaterial bezieht. In jahrelanger Forschung hat er zahlreiche Archive durchforscht und vielfältigste Literatur studiert und so eine Fülle von authentischen Informationen zum dörflichen Lebensbereich früherer Jahrhunderte zusammengetragen, Informationen zu gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, religiösen und volkskundlichen Sachverhalten.

Band 1

Band I

berichtet über die Landschaftsgeschichte, die Vorgeschichte, die römische, alemannische und mittelalterliche Zeit, behandelt die Besiedlung des Westallgäus, den Burgenbau, das Rittertum und - als Schwerpunkt - die Hierarchie der Bevölkerung und ihre Abhängigkeit von Leib-, Grund-, Gerichts-, Zehnt- und Landesherr und endet chronologisch mit dem Bauernkrieg.

Erschien 1986, 360 Seiten, 140 Zeichnungen, Karten, Skizzen und Fotos, 3 Farbtafeln, Bucheinband 4-farbig, Fadenheftung.

ISBN 3-9801361-0-8. Preis: € 25,50

Band II

Umfasst die Zeit vom Bauernkrieg bis zur Gegenwart mit den Themenschwerpunkten Absolutismus, Vereinödung, Säkularisation, Mediatisierung, Teilung des Allgäus in einen bayerischen und einen württembergischen Teil, Bildung der politischen Gemeinden, Lebensbild der bäuerlichen Bevölkerung im 19. Jh., Bauernbefreiung, Wandel der Landwirtschaft im 19. Jh., 1. und 2. Weltkrieg. Den Schluss bildet die Geschichte der Pfarrei, der Schule und der Ratzenrieder Vereine.

Erschien 1988, 416 Seiten, 154 Zeichnungen, Skizzen und Fotos, 4 Farbtafeln. Bucheinband 4-farbig, Fadenheftung.
ISBN 3-9801361-1-6. Preis: € 25,50

Band III

Dieser Band widmet sich vor allem der Frage "Lieb Heimatland, ade?" Hier wird auf den Ebenen der Region Allgäu und des Einzeldorfes Ratzenried untersucht, inwieweit unsere Heimat durch den Geschichtsverlust ausgehöhlt ist. Anhand politischer, kirchlicher und geographischer Strukturen, anhand der Landschafts-, Landwirtschafts- und Kulturgeschichte (Dialekt, Tracht, kirchliches und weltliches Brauchtum, Kirchenmusik und Volksmusik, Theater, Sagen, alte Spiele, Rezepte, Kirchen- und Hausarchitektur) wird untersucht, wie im Laufe der Zeit das entstand, was wir "Heimat" nennen, wann und wie sich diese Heimat veränderte und was heute davon noch übrig ist. Die Schlussbilanz ist entsprechend alarmierend. Umso mehr wird deutlich gemacht, dass es gilt, das wenige noch Verbliebene als kostbare Eigenart zu bewahren und gegen den weiteren Verlust der Heimat anzukämpfen.

Erschien 1990, 526 Seiten, 215 Zeichnungen, Skizzen und Fotos, 4 Farbtafeln. Bucheinband 4farbig, Fadenheftung.
ISBN 3-9801361-2-4. Preis: € 29,65

Band 4

Band IV

Chronik der Ratzenrieder Häuser
Alphabetisches Register sowie Literatur- und Quellenangabe aller 4 Bände
Erschien 1993, 204 Seiten, 60 Bilder, Bucheinband 4-farbig, Fadenheftung.


ISBN 3-9801361-3-2. Preis: € 20,90

 

Gerichtsbarkeit in Ratzenried

Am Beispiel der Gerichtsbarkeit in Ratzenried handelt die Broschüre von Frongericht, Niedergericht, Hochgericht, Gerichtsort, Gerichtsbeamten, Gerichtsverfahren, Strafmaß, Statuten, Scharfrichter, Galgen und Pranger, Gefängnis. Zahlreiche Beispiele der Gerichtsbarkeit geben Auskunft über die strafbaren Handlungen dieser Zeit, welche 1806 mit der Auflösung der Herrschaft Ratzenried und Einverleibung in das Königreich Bayern endete.

 

ISBN 978-3-9812737-1-7
31 Seiten
Preis: € 8,50

 

Verloren – Schicksal eines Soldaten im 2. Weltkrieg

Vor siebzig Jahren ging der 2. Weltkrieg zu Ende. Für die meisten ist dies Geschichte, eine Zeit, die man nicht selbst erlebt hat. Bald werden unsere Kinder und Enkel darüber nur noch in den Geschichtsbüchern und in der Schule hören.

Meistens erfährt man in den Geschichtsbüchern und in der Schule nur etwas über die allgemeine Geschichte des Weltkriegs, über Generäle und ihre Strategien und Verdienste, über Schlachten, Siege und Niederlagen, über Gewinne und Verluste, dokumentiert durch nüchterne Zahlen. Selten wird jedoch die Kriegs-Geschichte aus der Sicht eines einfachen Soldaten dargestellt. Selten wird in Veröffentlichungen klar, was dieser grausame Krieg für einen ganz konkreten Menschen Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr bedeutete, welch furchtbaren körperlichen und seelischen Belastungen er ausgesetzt war.

Der Ratzenrieder Heimatforscher Berthold Büchele hat anlässlich dieses Gedenkjahrs die Tagebücher, Briefe und Fotos seines 1945 vermissten Onkels Franz Büchele aus Leutkirch ausgewertet und zu einem Buch zusammengefasst, das auch für die kommenden Generationen diese schreckliche Kriegszeit festhalten will. Es zeigt, wie sein Onkel als Gebirgsjäger in Frankreich, in Jugoslawien und Russland, im Kaukasus, auf dem Balkan, in Griechenland und in Polen dem Kriegsgeschehen gnadenlos ausgesetzt war, oft nur mit wenigen Stunden Schlaf auf dem harten Boden im Wald oder in einem Kornfeld oder im Schützengraben, teilweise bei 20 Grad minus, wie er fast jeden Tag um sein Leben kämpfen und den Tod der Kameraden miterleben musste, Feinde töten und eigene Verletzungen erleiden musste, wie er unter unvorstellbaren Strapazen Tausende von Kilometern in brütender Hitze und Eiseskälte, mit schwerem Gepäck marschieren musste, tage-, wochen- und monatelang - um wenige Wochen vor dem Ende dieses sinnlosen Krieges sein Leben zu verlieren.

Das Buch umfasst 200 Seiten und ist mit vielen Fotos bebildert. Es kostet 15,80 Euro.

ISBN 978-3-9812737-2-4

Musikalische Editionen

von Berthold Büchele

Die Oberschwäbische Barockstraße ist längst eine Pilgerstraße geworden für diejenigen, die die Einheit von Landschaft und Barockkultur in allen Schattierungen hautnah erleben wollen. Während die barocken Kirchen- und Klosterbauten Oberschwabens in den letzten Jahrzehnten mit viel Aufwand renoviert wurden und zahllose Bücher die Perlen der oberschwäbischen Barockkunst dokumentieren, fiel die Musik, die einst untrennbar mit dem barocken Gesamtkunstwerk Oberschwabens verbunden war, rund 200 Jahre einem fast völligen Vergessen anheim. Deshalb widmet sich Berthold Büchele, der in Stuttgart Musik studiert hat, diesem Bereich im Besonderen. In 10-jähriger Forschungsarbeit hat er im südlichen Oberschwaben und im Allgäu weit über 2000 Handschriften registriert und rund 6000 Tänze sowie 2500 Lieder gesammelt.

Deftige Barocklieder aus Oberschwaben - Die Ostracher Liederhandschrift

Deftige Barocklieder

Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass Berthold Büchele auf die Ostracher Liederhandschrift gestoßen ist, eine der ältesten weltlichen Liederhandschriften Oberschwabens (aus der Zeit um 1740), die bisher im allgemeinen Bewusstsein völlig unbekannt war und ein für diese Landschaft kulturgeschichtlich höchst interessantes Werk ist. Die Liedtexte - teilweise im Dialekt - verraten einerseits die oberschwäbische, andererseits die barocke Vorliebe fürs Pralle und Deftige. Die Kindererziehung, das Leben im Kloster, Ehestreitigkeiten, das Trinken, die Mode, die Moral - all dies wird in satirischer und unverblümter Weise in der Art eines barocken "Liedermachers" dargestellt. Alles in allem ergibt sich für den Hörer ein lebendiges Zeitdokument der damaligen Zustände, die von den heutigen gar nicht so weit entfernt sind.

Berthold Büchele hat diese Handschrift in moderne Schlüssel übertragen und mit dreistimmigen Sätzen versehen, so dass sie entweder solistisch mit Klavier- oder Streicherbegleitung oder im Chor gesungen werden können.

Erschien 1993, 80 Seiten mit 46 Liedern sowie vielen originalen Notenbeispielen, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung.

ISBN 3-9801361-4-0. Preis: € 12,80 (Mengenrabatt ab 10 Stück) ISM 700149-04-8

Tänze aus Oberschwaben und dem Allgäu

Heft I Barock

Heft I: Barock

Ebenso groß ist die Lücke in der barocken Tanz- und Instrumentalmusik aus Oberschwaben. Aus seinem reichen Fundus hat Berthold Büchele eine Sammlung von Barocktänzen zusammengestellt - die erste ihrer Art in Oberschwaben - und für die praktische Aufführung eingerichtet. Es handelt sich dabei um Tänze wie Allemande, Courante, Sarabande, Menuett, Gavotte, Passepied, Polonaise, Siciliano, Gigue usw., die bisher nur in Tanzsammlungen der bekannten Barockkomponisten zu finden waren. Eine besondere Rarität stellen zwei Dudelsackstücke dar. Diese Tänze, größtenteils entstanden zwischen 1720 und 1750, vermitteln ein lebhaftes Bild der Tanzmusik, die damals in Oberschwaben und im Allgäu bei Festen in Klöstern, Schlössern, Städten und auch auf dem Lande getanzt und gespielt wurden.
Um die Tänze einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, hat der Herausgeber die meist ein- oder zweistimmigen Tänze zur Dreistimmigkeit erweitert. Auf diese Weise können die Tänze mit Streichtrio (2 Violinen und Baß) oder mit Streichorchester gespielt werden, mit Flötengruppen oder mit bunt zusammengewürfelten Stubenmusiken.

Darüber hinaus stellt dieses Heft die bisher umfangreichste Sammlung von ausschließlich oberschwäbischen Stücken für Tasteninstrumente dar. Damit können Klavier- oder Orgelspieler nun auf die Orgelliteratur zurückgreifen, die einst für die berühmten oberschwäbischen Barockorgeln komponiert wurden. Dazu zählten eben nicht Werke eines Bach, sondern vorwiegend Tänze und Charakterstücke in der vorliegenden Art.

Erschien 1994, 88 Seiten mit 60 Tänzen und Spielstücken sowie Bildern. DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung.
ISBN 3-9801361-5-9. Preis: € 12,80 (Mengenrabatt ab 10 Stück)
ISM 700149-02-4

Heft II Klassik

Heft II: Klassik

Mit dem zweiten Tanz-Heft rückt Berthold Büchele den Zeitraum zwischen 1750 und 1805 ins Blickfeld. Zum ersten Mal zeigen sich in dieser Ausgabe die Klöster Weingarten, Marchtal, Schussenried, Buchau, Gutenzell, Rot, Ulm und Kempten von der tänzerischen Seite, ebenso wie die Städte Biberach und Memmingen mit ihren Lokalkomponisten Knecht und Rheineck. Daneben enthält dieses Heft zum ersten Mal auch Tänze aus den Adelshäusern Oberschwabens. Dieser höfische Bereich der oberschwäbischen Musikgeschichte ist in seiner Dimension bisher überhaupt noch nicht erfasst worden. Das Heft enthält Kontratänze, Menuette, Deutsche Tänze, Polonaisen, Anglaisen, Langaus u.a. und dokumentiert in eindrucksvoller Weise den Umbruch der alten Barockästhetik zu neuen, bürgerlichen Ideen. Die Sätze sind 2- bis 4-stimmig und können in verschiedenen Zusammensetzungen musiziert werden (auch mit Klavier).

Erschien 1995, 88 Seiten mit 56 Tänzen und Spielstücken sowie Bildern. DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung.
ISBN: 3-9801361-6-7. Preis: € 12,80 (Mengenrabatt ab 10 Stück)
ISM: 700149-03-1

Heft III

Nach längerem Abstand, bedingt durch andere musikalische Editionen, erschien 2010 endlich der schon lange geplante 3. Band der Reihe. Er widmet sich der Tanzmusik des 19. Jahrhunderts. Das Heft enthält ca. 50 Stücke (teils Stücke der CD), u.a. Marsch, Pas redoublé, Ecossaise, Allemande, Walzer, Kontratanz, Polonaise, Quadrille, Rheinländer, Polka, Schottisch, Tätscheltanz, Siebenschritt, Rutscher, Schleifer, Hopser, Winker, Mazurka, Ländler, Galopp.
Das Heft hat 52 Seiten, DIN A 4, Klammernheftung.
ISM:700149-34-5, Preis: € 12,80

Barocke Orgelmusik aus dem württembergischen und bayerischen Oberschwaben

Eine große Lücke klafft auch in der barocken Orgelmusik Oberschwabens, zumal die Barockorgeln als Zeugen der einstigen Orgelmusikblüte Oberschwabens ja teilweise noch vorhanden sind und zusammen mit den Kirchenbauten ebenfalls renoviert wurden; die Musik dagegen, die auf diesen Orgeln gespielt wurde, blieb größtenteils unbekannt.

Um diese Lücke zu füllen, begann Berthold Büchele 1997 mit dieser Reihe. Damit soll ein wichtiger Beitrag zum Gesamtkunstwerk Oberschwabens geleistet werden, in dem nicht nur die Orgelprospekte und die ganz auf Farbigkeit angelegten Orgelregister, sondern auch die sinnenfrohen Orgelkompositionen eine ideale Ergänzung der farbenprächtig und schwungvoll gestalteten Kirchenräume darstellen.

Barocke Orgelmusik

Heft I

Enthält eine Parthia aus der Klavierübung des Ulmer Münsterorganisten C.M.Schneider sowie Einzelstücke von Bieling und Auffmann (Kempten), S.Bachmann (Marchtal), Bucher (Wangen), Rosengart und Praelisauer (Ochsenhausen), Gaumer (Isny) und anderen anonymen Komponisten.
Erschein 1997, 56 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung
ISBN 3-9801361-8-3 Preis: € 12,80
ISM 700149-01-7

Heft II

Enthält ausschließlich Kompositionen der oberschwäbischen Praemonstratenserkomponisten: I. Kayser und Sixtus Bachmann (Marchtal), Augustin Büx (Schussenried), Nikolaus Betscher (Rot). Neben konzertanten und virtuoseren Stücken stehen tanzartige Sätze, Charakterstücke und Fugen. Die Stücke können auch auf dem Cembalo gespielt werden. Weitere Hefte werden in den nächsten Jahren folgen.

Erschien 1998, 60 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung.
ISBN 3-9801361-9-1 Preis: € 12,80
ISM 700149-00-0

Heft III

Enthält eine Partita von C.M.Schneider (Ulm), Stücke von Sixtus Bachmann, Ambros Lutzenberger und Johann Anton Auffmann, aus dem Immenrieder und Aichstettener Orgelbuch, aus einer Orgelhandschift aus Wolfegg sowie aus dem Isnyer Notenbuch.
Erschien 2008, 52 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung,
ISM 700149-31-4 Preis: € 12,80


Heft IV

Herausgegeben von Berthold Büchele und Bernhard Arbogast
Enthält die 2. Parthia von C.M. Schneider aus Ulm, die 2. Parthia von P. Augustin Büx aus Schussenried, einzelne Sätze von P. Magnus Schnitzer aus Füssen, P. Felix Gass aus Uttenweiler (bzw. Freiburg), aus dem Schlagbuch von Biberbach (1735) und ein Praeludium von Anton Auffmann aus Kempten.
Erschien 2009, 52 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung,
ISM 700149-33-8, Preis: € 12,80

Heft V

Im Januar 2011 erschien das 5. Heft der beliebten Serie mit Orgelmusik aus Oberschwaben. Es enthält die Parthia II von Isfrid Kayser, die Parthia V von F.A.Hugl, Stücke aus dem Biberbacher Schlagbuch von 1735, aus einer Wolfegger Orgelhandschrift und aus dem Orgelbuch von Weiler, eine Fuge von P. Nepomuk Gaumer aus Isny und 2 Präludien von P. Ambros Lutzenberger.
Das Heft hat 52 Seiten, DIN A 4, Klammernheftung.
ISM: 700149-35-2, Preis: € 12,80

Vom Klosetag bis Wihnächte

Lieder und Bräuche aus dem württembergischen und bayerischen Westallgäu

Vom Klosetag bis Wihnächte

Mit den gängigen Weihnachtsbüchern hat dieses Buch nichts gemein. Hier geht es nicht um die abgedroschenen Klischés vom "Weihnachtsmann", vom "leise rieselnden Schnee" und vom "Kling, Glöckchen, klingelingeling", sondern um Spezielles aus dem westlichen Allgäu. Hier werden zum ersten Mal Klosen- und Weihnachtslieder veröffentlicht, die in kaum einem Liederbuch zu finden sind bzw. teilweise einmalig im deutschsprachigen Raum sind. Es sind dies rund 50 im Westallgäu mündlich oder schriftlich überlieferte Lieder vorwiegend aus dem 18. und 19. Jh. Außerdem sind auch einige Instrumentalstücke aus dem Westallgäu vertreten.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden alte Klosen- und Weihnachtsbräuche aus dem Westallgäu, wo sich christliches und mythisch-magisches Gedankengut seltsam vermischen. Einen besonderen Flair erhält das Buch auch durch Gedichte in westallgäuer Mundart sowie durch Rezepte und Bilder. Durch diese Mixtur aus speziellen Allgäuer Besonderheiten werden dem Leser wenig bekannte Einblicke in das lokale Brauchtum dieser Region ermöglicht.

 

Erschien 1996, 120 Seiten, DIN A 4, kartonierter Einband mit 4-Farben-Druck, Fadenheftung.
ISBN 3-9801361-7-5 Preis: € 15,35
ISM 700149-05-5

Barocke Tänze für Oberschwaben und aus dem Allgäu

für Blockflötenquartett bearbeitet

Nach der Herausgabe von oberschwäbischen barocken und klassischen Tänzen für Trio-Besetzungen hat Berthold Büchele eine Auswahl aus den bisherigen Veröffentlichungen für Blockflötenquartett bearbeitet. Die Tänze werden im Vorwort kurz beschrieben und eignen sich nicht nur zur rein konzertanten Aufführung, sondern auch als Begleitung für Tanzgruppen. Gerade durch diese Tanzmusikreihe könnte die Wiederentdeckung der historischen Tänze unserer Gegend als weiterer Akzent der oberschwäbischen Kulturlandschaft gefördert werden.


Heft I

Enthält barocke Tänze wie z.B. Allemande, Sarabande, Gigue, Gavotte, Menuett, Rigaudon und Bourrée aus Ochsenhausen, Isny und Weiler.
Erschien 1999, 24 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung
ISMN 700149-06-2, Preis: € 7,00


Heft II

Enthält oberschwäbische Tänze des 17. und 18. Jahrhunderts wie Gaillarde, Allemande, Sarabande, Danz, Polonaise, Pastorella, Canarie, Bauerntanz aus Ochsenhausen, Ottobeuren, Tettnang, Stotzingen, Illertissen, Immenstadt.
Erschien 2001, 24 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung
ISMN 700149-08-6, Preis: € 7,00

 

Schwäbisch gesunge

Schwäbisch g'sunge

Lieder und Bräuche aus Oberschwaben und dem Allgäu

Alemannia non cantat - in Schwaben singt man nicht. Dieser Ausspruch - über Generationen überliefert - hat schon manchen schwäbischen Volksliedforscher entmutigt.

Der Ratzenrieder Musik- und Heimatforscher Berthold Büchele wollte es genauer wissen: 10 Jahre lang hat er im südlichen Oberschwaben und im Allgäu volkskundliche Themen erforscht und besonders auch nach Liedern geforscht. Dabei machte er an heutigen politischen Grenzen nicht Halt. Für ihn galt der Bereich der alten Kulturlandschaft Oberschwaben von der Ostschweiz über den Bodenseeraum, das (heute) württembergische Oberschwaben bis zum (heute) bayerischen Regierungsbezirk Schwaben (der eigentlich "bayerisches Oberschwaben" heissen müsste).

Bei seiner Forschungsarbeit hat er Hunderte von alten Sängern befragt und Lieder auf Tonband und auf Papier festgehalten. Ein wichtiges Informationsmaterial stellten auch Liederhefte dar. Dabei wurden grundsätzlich nur handgeschriebene Liederhefte herangezogen, weil nur sie garantieren, dass die darin - sozusagen als Gedächtnisstütze - aufgeschriebenen Lieder auch wirklich "im Volksmund" waren. So kamen insgesamt ca. 100 Liederhefte aus dem 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zusammen. Gleichzeitig hat der Autor in Archiven und Bibliotheken nach oberschwäbischem Liedgut geforscht.
In der Zwischenzeit hat er eine Sammlung von rund 3000 Liedern, gegliedert nach Titel, Herkunftsort, Zeit der schriftlichen bzw. tonbandlichen Fixierung usw. Überraschendes Fazit: Gesungen hat man hierzulande sehr wohl und viel, nur sind bodenständige Lieder Mangelware. Dagegen sang man vorwiegend hochdeutsche Lieder oder solche aus dem bayrisch-österreichischen Umfeld. Deshalb müsste man den Spruch umformulieren und überspitzt sagen: "In Oberschwaben singt man keine oberschwäbischen Lieder." Ein Grund dafür dürfte die Eigenart der Schwaben sein, die eigene Kultur leicht zugunsten anderer Einflüsse aufzugeben.
Primäres Kriterium bei der Liedauswahl für dieses Buch war, Lieder aufzunehmen, die in Oberschwaben entstanden sind. Da Lieder niemals an Grenzen Halt machen und über Handwerksburschen, Soldaten, Einwanderer usw. leicht "transportiert" und "umgesungen" werden konnten, ist natürlich nie mit letzter Sicherheit zu sagen, ob ein Lied wirklich in Oberschwaben entstanden ist.
Als sekundäres Kriterium galt deshalb, solche Lieder zu veröffentlichen, die hier gesungen und aufgeschrieben wurden, natürlich vorrangig diejenigen, die in oberschwäbischer Mundart überliefert sind. Deshalb auch die Aufforderung im Titel, wieder mehr schwäbisch zu singen. Dabei handelt es sich in diesem Buch - grob gesagt - um drei oberschwäbische Mundarten: diejenige vom Albrand, in der z.B. Sebastian Sailer und C.B.Weitzmann dichteten; diejenige, die man heute im Allgemeinen als "Alemannisch" bezeichnet, in Wirklichkeit aber "Altschwäbisch" heißen müsste, da sie letzte Überreste des Mittelhochdeutschen aus dem Mittelalter darstellt (sie wird heute noch in Südoberschwaben, im Westallgäu und im Bodenseeraum gesprochen); schließlich die Mundart, die man "Neuschwäbisch" heißen könnte und die seit mehreren Jahrhunderten von Augsburg und Stuttgart her immer mehr das Altschwäbische verdrängt und heute in Oberschwaben am meisten gesprochen wird - allerdings mit typisch oberschwäbischen Färbungen. Wie es die geographische Lage Oberschwabens mit sich bringt, sind viele Lieder auch vom bayerischen Dialekt beeinflusst. Eine vereinfachte phonetische Schreibweise ermöglicht es auch "Reingeschmeckten", die Lieder zu singen.
Ein wichtiger Bereich des Buches sind die Heimatlieder, die den Bereich der alten Kulturlandschaft Oberschwaben dokumentieren. So findet man hier ein Lied aus dem 18. Jahrhundert, in dem noch alle oberschwäbischen Reichsstädte von Augsburg bis Konstanz mit lustigen Ortsneckereien vertreten sind, ein Lied (ebenfalls 18. Jh.), indem sich die schwäbischen und schweizer Nachbarn hänseln, und natürlich spezielle Allgäulieder.
Auch der Bereich des deftig-derben oberschwäbischen Humors, der in vielen Liederbüchern ausgeklammert wird, aber eben zum Charakter Oberschwabens gehört, sollte hier nicht zu kurz kommen. Dieser Bereich wurde in bisherigen Liedersammlungen ausgeklammert, weil nicht eine objektive Darstellung des Ist-Zustandes, sondern pädagogische Absichten im Vordergrund standen, die derbe Lieder als "Gipftpflanzen" bezeichneten.
Daneben galt es, besondere lokale Traditionen zu dokumentieren. Dazu gehört z.B. die Besonderheit, dass sich hier an wenigen Punkten uralte Balladen erhalten haben, die zwar meist in hochdeutsch gehalten sind, aber dennoch - indem sie sich in Oberschwaben über viele Jahrhunderte hinweg halten konnten - zu einem Stück seiner Kultur wurden.
Eine besondere regionale Besonderheit sollte auch durch die Aufnahme von einigen Liedern aus der Schweiz, aus Vorarlberg, Bayern und Tirol dokumentiert werden. Freilich sind sie in diesem Buch nur eine Randerscheinung, da ja das oberschwäbische Lied im Mittelpunkt stehen soll.
Zusätzlich sollten durch eine gezielte Auswahl historischer Lieder auch wichtige Etappen der oberschwäbischen Geschichte dokumentiert werden. So findet man in dem Buch Zeugnisse des mittelalterlichen Minnegesangs, Lieder aus dem Bauernkrieg und dem 30jährigen Krieg, aus der Barockzeit, der Ära der Napoleonischen Kriege, aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. Schließlich fanden auch einige geistliche Volkslieder aus dem 15. bis 19. Jahrhunderts Aufnahme und solche Lieder, die ursprünglich aus dem Kunstmusikbereich stammten, aber im Volk aufgenommen wurden - sog. Kunstlieder im Volksmund -, da sie auch ein Stück Musikgeschichte aufscheinen lassen. Hier sind Lieder von regionalen Komponisten wie Rheineck (Memmingen), Fehr (Kempten), Betscher (Rot), Knecht (Biberach) u.a. vertreten. Weitere Themen des Buches sind Feste und Bräuche, Kindheit und Jugend, Liebe, Ehestand, dörfliche Berufe, Lebensfreuden und Scherz.

Das Buch ist Anfang November 2000 erschienen und umfasst 304 Seiten mit ca. 220 Liedern. Informationen über den jeweiligen kulturgeschichtlichen Hintergrund der Lieder sowie Bilder verleihen dem Buch einen zusätzlichen Reiz.

ISMN M-700149-07-9
ISBN 3-9803832-1-0
Preis: € 17,40

 

Allerlei Lieder(liches) aus dem barocken Oberschwaben

Allerlei Liederliches

Heitere und besinnliche Lieder des Paters Laurentius von Schnüffis

 

Wenn man bedenkt, wie berühmt der Kaupuzinerpater Laurentius von Schnüffis (geboren 1633 in Schniefis bei Feldkirch, gestorben 1702 in Konstanz) zu seiner Zeit als Dichter und Komponist war - die herausragenden Widmungsträger und die zahlreichen Neuauflagen belegen dies - ist es umso unverständlicher, dass er bis in die Gegenwart herein nur einem kleinen Kreis von Kennern bekannt war und ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die deutsche Literatur- und Musikwissenschaft den Bodenseeraum einschließlich Oberschwaben bisher stark vernachlässigt hat.

Berthold Büchele möchte durch eine praktische Ausgabe mit einer Auswahl der Lieder von Schnüffis ein breiteres Publikum auf ihn aufmerksam machen.

Die Bedeutung des Laurentius liegt in zwei Bereichen. Zunächst ist er sicherlich der bedeutendste Lyriker des 17. Jahrhunderts im Bodenseeraum. Seine Gedichte sind eine Mischung aus Gelehrsamkeit, Volkstümlichkeit, Zeitkritik und Sittenpredigt in ernster und heiter-satirischer, frommer und deftiger Art. In seinen Liedern karrikiert er mit viel Scharfsinn und Humor die Übel seiner Zeit, die in ganz frappanter Weise auch auf die heutige Zeit zutreffen. Reise- und Modesucht, Geiz, Falschheit der Politiker, Unmäßiges Essen und Trinken, Verkehrte Welt. Sein Stil ist - im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Abraham ä Sancta Clara - geprägt durch eine geschliffene Sprache, durch raffinierte Reimanordnungen und überraschenden Versmaßwechsel.

Darüber hinaus ist Laurentius der wichtigste Liederkomponist des Bodenseeraumes in seiner Zeit; nicht umsonst gilt er als "Schubert des 17. Jahrhunderts". Seine Lieder stellen einen letzten Gipfel des Generalbassliedes dar und wurden noch bis weit ins 18. Jahrhundert hinein nachgedruckt, was für ihre Beliebtheit spricht.

Die Auswahl der Neuausgabe erfolgte unter dem Gesichtspunkt, dass die Lieder heute noch unmittelbar ansprechen sollten, etwa durch interessante und aktuell erscheinende Bezüge zur Gegenwart. Wegen der leichteren Verständlichkeit wurde deshalb der Text behutsam dem Hochdeutschen angeglichen. Um die Lieder vielseitig verwendbar zu machen, bearbeitete der Herausgeber die Lieder so, dass sie in mehreren Fassungen aufgeführt werden können:

  • im Original (also mit einstimmigem Gesang mit dreistimmiger Cembalobegleitung; in diesem Fall wird die Tenorstimme weggelassen)

  • als dreistimmige Lieder (Sopran, Alt, Bass) mit Cembalo- oder Streichtriobegleitung oder a capella; die Dreistimmigkeit war in dieser Zeit sehr häufig, und die Ausgabe von 1711 sieht dies ja auch vor

  • als vierstimmige Lieder mit oder ohne Begleitung

Somit stellen die Lieder eine interessante Bereicherung des Liedgutes für Chöre der Region dar.


Erschien 2002, 55 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung
ISMN M-700149-10-9
Preis: € 12,80

Sixtus Bachmann

Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag

Anlässlich des 250.Geburtstages des Marchtaler Komponisten Sixtus Bachmann (1754-1825) veröffentlichte Berthold Büchele 2004 eine Auswahl seiner Sonaten, Fugen und andere Stücke für Orgel und Klavier, einen Satz aus der Violinsonate „Arlequinade“, sowie ein Klavierlied und die Kantate „Der verlorene Sohn“ für Tenor, Bass und Klavier (Orgel). Besonders sensationell ist, dass ein Satz aus den bisher als verschollen geglaubten und von Berthold Büchele wiederentdeckten Sonaten „zum Schlagen“ nun im Druck erscheint. Bei den veröffentlichten Werken zeigt sich Bachmann nicht nur als virtuoser Klavierspieler, geschickter Kontrapunktist und Liederkomponist, sondern auch von der experimentellen und humorvollen Seite mit einem Stück, das man vor- und rückwärts spielen kann; selbst Kadenzen auf Jahreszahlen hat er komponiert (einschließlich auf sein Todesjahr).

Erschien 2004, 48 Seiten, kartonierter Einband, Rückendrahtheftung
ISMN 700149-10-9
Preis: € 12,80


P. Sixtus Bachmann: 5 Sonaten für Klavier oder Orgel (Erstdruck),

herausgegeben von Berthold Büchele und Manfred Schwendner
Diese Sonaten galten als verschollen und sind eine wertvolle Bereicherung des Gesamtwerkes von Bachmann.
Erschien 2009, 67 Seiten, DIN A 4, farbiger Einband, Rückendrahtheftung,
ISM 700149-32-1, Preis 13,80 €

 

Alle Bücher und Musikhefte sind schriftlich zu beziehen beim 1. Vorsitzenden des Heimatvereins

Hans Knöpfler
Obere Halde 16
88260 Ratzenried
E-Mail: info(at)ratzenried.de

und beim Autor:

Berthold Büchele
Humpißweg 28
88260 Ratzenried
Tel: 07522/3902
E-Mail: bertholdbuechele(at)web.de

Die Preise verstehen sich ab Verlag zuzüglich Porto und Verpackung.

Die Bücher sind auch in allen Buchhandlungen erhältlich.

 

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